Sprüche über Anerkennung

514 Sprüche — Seite 20

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Wer von niemandem beneidet wird, ist nichts wert.

    Epicharmos

  2. Die eheliche Eintracht ist eine zarte Blume. Wenn ihr der Sonnenschein der Liebe oder die Nahrung der gegenseitigen Achtung fehlt, welkt die Blume schnell dahin.

    August von Kotzebue

  3. Der Glaube mag meiner Seele förderlich sein, doch meinen Ruf schickt er zum Teufel.

    Mark Twain

  4. Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.

    Laotse

  5. Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.

    François de la Rochefoucauld

  6. Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemüht, bis ich einsehen lernte, was vorzügliche Menschen im Besonderen leisten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  8. Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.

    Albert Einstein

  9. Suche in der Welt weniger selbst zu glänzen, als anderen Gelegenheit zu geben, sich von ihrer vorteilhaften Seite zu zeigen, wenn du gefallen willst.

    Adolph Freiherr von Knigge

  10. Der Jugend Fleiss, des Alters Ehr'

  11. Wenn die Henne ihr Gackern ließe, so wüßte man nicht, wo sie gelegt hat.

  12. Man achtet nicht, was die Sau auch schreit.

  13. Mancher glänzt an zweiter Stelle, dessen Licht an der ersten erlischt

    Voltaire

  14. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  15. Der herbste Tadel lässt sich ertragen, wenn man fühlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  16. Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.

    Friedrich von Cronegk

  17. Wenn sie Dich dessen erachtet, wird eine Katze Dein Freund sein, niemals Dein Sklave.

    Théophile Gautier

  18. Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.

    Nicolas Chamfort

  19. Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muss

    Charles-Louis de Montesquieu

  20. Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die grösste, der du nicht genügst, ein Pranger.

    Otto von Leixner

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