Sprüche über Bildung

28 Sprüche — Seite 3

Bildung meint mehr als das Ansammeln von Wissen — sie ist die Fähigkeit, das Gelernte einzuordnen, zu beurteilen und im Leben nutzbar zu machen. Sie schärft das Urteil, weitet den Horizont und verleiht dem Denken jene Unabhängigkeit, die bloße Information nicht geben kann. Darum gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Entwicklung.

Ihre Würde liegt nicht in Titeln oder Abschlüssen, sondern in der inneren Haltung, die Lernen ermöglicht. Bildung ist kein Ziel, das man erreicht und ablegt, sondern ein lebenslanger Prozess, der Neugier, Offenheit und die Bereitschaft verlangt, auch Gewohntes zu hinterfragen.

  1. Die Langsamkeit des Genies ist schon kaum auszuhalten, aber die Langsamkeit der Mittelmäßigkeit ist unerträglich

    Henry Thomas Buckle

  2. Ich greife nicht gern nach neuen Büchern, weil mir die alten mehr Kern und Kraft zu haben scheinen.

    Michel de Montaigne

  3. Bücher haben viele treffliche Eigenschaften für die, die sie zu wählen wissen.

    Michel de Montaigne

  4. Schlechte Bücher taugen auch guten zu der Gegenprobe: Finst'res macht, dass jedermann desto mehr das Lichte lobe.

    Friedrich von Logau

  5. So manches papierene Denkmal hat mehr Bestand als ein Denkmal aus Erz.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  6. Man braucht Verstand, um zu erkennen, dass es Dinge gibt, an die der Verstand nicht heranreicht.

    Martin Kessel

  7. Bücher gibt's, die sehr viel mehr wissen als ihre Verfasser.

    Otto Weiss

  8. Wissen ist die niederste Art nicht vereinigten Wissens; Wissenschaft ist teilweise vereinigtes, Philosophie völlig vereinigtes Wissen

    Herbert Spencer

  9. Bildung jeder Art hat doppelten Wert, einmal als Wissen, dann als Charaktererziehung.

    Herbert Spencer

  10. Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln

    Herbert Spencer

  11. Abstrahieren heißt die Luft melken.

    Johann Peter Hebel

  12. Ein Buch wird doch immer erst gefunden, wenn es verstanden wird.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück. Alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.

    Arthur Schopenhauer

  15. Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist

    Mark Twain

  16. Oft ist das Denken schwer, indes das Schreiben geht auch ohne es.

    Wilhelm Busch

  17. Bildung macht den Menschen zu einem guten Gesellschafter für sich selbst.

    Thomas Fuller

  18. Manche Bücher sind länger, als sie scheinen. Sie haben in der Tat kein Ende. Die Langeweile, die sie erregen, ist wahrhaft absolut und unendlich.

    Novalis

  19. Jeder ist fuer seine Dummheit selbst verantwortlich.

    Dietrich Bonhoeffer

  20. Die Dummheit ist etwas Unumstößliches. Nichts geht gegen sie an, ohne an ihr zu zerschellen.

    Gustave Flaubert

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