Sprüche über Enttäuschung

180 Sprüche — Seite 2

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft — nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand — und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.

  1. Es gibt im Leben zwei Tragödien. Die eine ist, dass man sich einen Herzenswunsch nicht erfüllen kann, die andere, dass man sich seinen Herzenswunsch erfüllt hat.

    George Bernard Shaw

  2. Wie schade, dass wir im Leben unsere Lektionen immer erst bekommen, wenn wir gar nichts mehr damit anfangen können

    Oscar Wilde

  3. Leere Versprechungen sind das Falschgeld, mit dem Anerkennung erkauft und Verachtung erworben wird.

    Else Pannek

  4. Es gibt nichts so Grauenvolles wie die Fremdheit derer, die sich kennen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  5. Nur zweierlei vermag einem Mann das Herz zu brechen: ein Traum - und eine Frau.

    Charles John Huffam Dickens

  6. Oft schmerzt uns, wenn wir betrogen wurden, noch mehr die Demütigung als der Verlust.

    Otto Weiss

  7. Nichts nehmen die Menschen so übel, als wenn sie keine Einladung bekommen.

    Oscar Wilde

  8. Unsere Erfahrung setzt sich mehr aus verlorenen Illusionen zusammen als aus gewonnenen Einsichten.

    Joseph Roux

  9. Für manches gibt es eine Erklärung — doch niemals eine Entschuldigung.

    Else Pannek

  10. Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen.

    Hugo von Hofmannsthal

  11. Unter allen Torheiten, die ein Mädchen begeht, ist immer ihre erste Liebe eine der größten.

    August von Kotzebue

  12. Ein ganzes Unglück verdrießt uns nicht so sehr wie ein nur zur Hälfte eingetroffenes Glück.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  13. Jeder Schritt ist ein Schritt zum Ziel, das gilt auch für die Rückschritte

    Friedrich Georg Jünger

  14. Es muß furchtbar sein zu hoffen, und niemals die Erfüllung seiner Hoffnung zu erleben.

    John Knittel

  15. Infolge langer Erfahrung hat man aufgehört, viel von den Menschen zu erwarten.

    Arthur Schopenhauer

  16. Wer von Herzen schenkt, erwartet keine Dankbarkeit.

    Rainer Haak

  17. Ein gegebenes Wort kann man selbst mit einem Vierspänner nicht mehr einholen.

  18. Es wäre verlorene Mühe, wollte man den Mond aus dem Wasser fischen.

  19. Die Menschen sind alle so geartet, dass sie lieber eine Lüge als eine Absage hören wollen.

    Theodor Fontane

  20. Schau nicht zurück, um darüber zu klagen, was du wieder alles nicht geschafft hast. Schau nur zurück, um Kraft zu schöpfen, damit du es in Zukunft schaffen kannst.

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft — nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand — und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.

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