Sprüche über Erziehung

161 Sprüche — Seite 7

Erziehung ist weit mehr als Belehrung oder Regelvermittlung. In ihr geht es darum, ein heranwachsendes Leben zu begleiten, Grenzen zu setzen, Freiräume zu geben und Haltung vorzuleben. Deshalb gehört dieses Thema zu den verantwortungsvollsten Aufgaben, die Erwachsene gegenüber jungen Menschen übernehmen.

Ihr Gelingen hängt weniger von Strenge allein als von Glaubwürdigkeit, Geduld und Beziehung ab. Erziehung prägt nicht nur Verhalten, sondern auch Selbstbild, Vertrauen und die Weise, wie ein Mensch später selbst anderen begegnet.

  1. Je lieber Kind, je schärfere Rute.

  2. Kinder soll man ziehen, dass der Apfel bei der Rute liege.

  3. Fremde Kinder werden wohl erzogen.

  4. Das Kind sagt wohl, dass man's schlägt, aber nicht warum.

  5. Töchter sind leicht zu erziehen, aber schwer zu verheiraten.

  6. Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut, tun nimmer gut.

  7. Junge Pferde wollen den Bereiter abrichten.

  8. Erziehst du dir einen Raben, so wird er dir ein Aug ausgraben.

  9. Was man von der Mutter hat, das sitzt fest und läßt sich nicht ausreden.

    Wilhelm Raabe

  10. Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns nur Zwergobst.

    Georg Christoph Lichtenberg

  12. Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.

    Samuel Smiles

  13. Zum Erzieher muss man eigentlich geboren sein wie zum Künstler.

    Karl Julius Weber

  14. Eine einzige offenkundige Lüge des Lehrers gegen seinen Zögling kann den ganzen Ertrag der Erziehung zunichte machen.

    Jean-Jacques Rousseau

  15. Dem Hunde, wenn er gut gezogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. Nicht Überladung mit totem Wissen, sondern Läuterung und Stärkung des sittlichen Gefühls ist der höchste Zweck der Erziehung.

    Lukian

  17. Das Hauptaugenmerk des Erziehers muss sein, die Selbsttätigkeit zu entwickeln, durch welche der Mensch später der eigene Herr, der Fortbildner seines Lebens werden kann.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  18. Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.

    Diogenes von Apollonia

  19. Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spende …

    Helmut Kohl

  20. Was den Menschen tugendhaft und glücklich macht, kann keine Regierung und keine Erziehung ihm geben, es ist in ihm, aber des Tyrannen Arglist und des Erziehers Affenliebe können es nur gar zu leic …

    Johann Georg Adam Forster

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