Sprüche über Gefahr

564 Sprüche — Seite 13

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Umarme deinen Feind! Denn solange du ihn mit den Armen umschlingst, ist es ihm nicht möglich, die Waffe zu ziehen

  2. Den Haien entrann ich Die Tiger erlegte ich Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

    Bertolt Brecht

  3. Die Liebe ist eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken.

    Stendhal

  4. Wenn man schon fallen muss, muss man der Gefahr entgegenlaufen.

    Tacitus

  5. Der Plural von Lebensgefahr lautet: Lebensgefährtin

  6. Nur wer Geist hat, sollte Besitz haben: sonst ist der Besitz gemeingefährlich.

    Friedrich Nietzsche

  7. Mit Offenheit verschließt man sich leicht alle Türen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  8. Wer seine Leiter zu steil stellt, kann leicht nach hinten fallen.

  9. Die Gefahr kommt von denen, die nach eurem Geschmack sein wollen.

    Demosthenes

  10. Das ist im Leben hässlich eingerichtet, dass bei den Rosen gleich die Dornen stehen.

    Joseph Victor von Scheffel

  11. Der Rose süßer Duft genügt, man braucht sie nicht zu brechen. Und wer sich mit dem Duft begnügt, den wird ihr Dorn nicht stechen.

    Friedrich von Bodenstedt

  12. Toren und gescheite Leute sind gleich unschädlich. Nur die Halbnarren und die Halbweisen, das sind die Gefährlichen

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Der Wolf ist ein großer Übeltäter, doch er lehrt die Hirten, auf der Hut zu sein.

  14. Wenn ein Kind stolpert, hält ein guter Engel seine Hände hin.

  15. Zu grosse Hast macht ungeschickt.

    Wilhelm Busch

  16. In Zeiten großer Gefahr darfst du mit dem Teufel gehen, aber nur bis über die Brücke.

  17. Das Auge des Freundes ist so empfindlich, dass der geringste Anlass es verletzt

  18. Es gibt Gefahren, denen zu entfliehen nicht Feigheit ist, sondern höchster Mut, die Kraft, sich selbst zu besiegen.

    Berthold Auerbach

  19. Man bricht das Bein selten, solange man im Leben mühsam aufwärts steigt - aber wenn man anfängt, es sich leicht zu machen und die bequemen Wege zu wählen.

    Friedrich Nietzsche

  20. Wenn die Freude in der Stube ist, lauert die Sorge im Flur.

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