806 Sprüche — Seite 35
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
— Abraham Lincoln
Die angenehmsten Menschen sind jene, die nie gelebt haben.
— Edgar Allan Poe
Höheres gibt es nicht, als der Gottheit sich mehr als andere Menschen zu nähern und von hier aus die Strahlen der Gottheit unter das Menschengeschlecht zu verbreiten
— Ludwig van Beethoven
Zwei Menschen vereinigen sich am innigsten, indem sie zugeben, dass sie niemals eins werden können.
— Hans Carossa
Der Wein ist ein Geschenk der Götter, sie haben den Wein dem Menschen aus Erbarmen gegeben.
— Platon
Wer eine lange Leitung hat, löst bei manchen Menschen einen Kurzschluss aus!
Menschen, die das Leben nicht genießen können, sind wirklich ungenießbar.
— Rainer Haak
Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht.
— Walter Rathenau
Sind zwei Menschen eines Sinnes, vermag ihr Wille, Metall durchzuschneiden.
Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.
— Jeremias Gotthelf
Zwischen den Menschen besteht für gewöhnlich so wenig Unterschied, dass kaum Grund zur Eitelkeit vorliegt.
— Charles-Louis de Secondat
Liebe und Freundschaft der meisten Menschen ist ein Füllen der eigenen Leere mit fremden Inhalt.
— Christian Friedrich Hebbel
Es gibt zu viele Sorten von Menschen, als dass man für alle fertige Antworten bereithalten könnte.
— Erasmus von Rotterdam
Männer sind wie Zähne. Man bekommt sie mühsam, wenn man sie hat, bereiten sie einem zuweilen Schmerzen, und wenn man sie los ist, hinterlassen sie eine Lücke!
Brennt das Bett, dann ist es Mist, wenn man grade drinnen ist
Was dem Enkel sein Mofa, ist dem Opa sein Sofa.
Der Eilfertige und der Lahme treffen sich auf der Fähre wieder.
Zum Palaver bringt man kein Messer mit.
Das Wort, das Dir hilft, kannst Du Dir nicht selber sagen.
Sei meines Hundes Freund, und du bist auch der meine!