Sprüche über Menschheit

403 Sprüche — Seite 12

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Das Ärgern hab' ich eigentlich aus meinem Programm gestrichen, ebenso das Verwundern über meine Mitmenschen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  2. Die Gesellschaft braucht eine strenge Justiz; darin liegt die Humanität des Staates; alles andere ist Humanität der Opernbühne.

    Napoleon

  3. Frieden ist die schönste Form von Glück.

    William Ellery Channing

  4. Das Volk gehört nicht zu jenen Geliebten, welche an Schönheit gewinnen, wenn man sie im Negligé sieht.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  5. Das Wesen eines Volkes ist wie das Wesen einer einzelnen Person: Sein Charakter ist sein Schicksal.

    Jakob Wassermann

  6. Wahnsinn bei Individuen ist selten, bei Gruppen, Nationen und Epochen aber die Regel

    Friedrich Nietzsche

  7. Was es auch Großes und Unsterbliches zu erstreben gibt: Dem Mitmenschen Freude zu machen ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

    Peter Rosegger

  8. Große Menschen sind Inhaltsverzeichnise der Menschheit.

    Christian Friedrich Hebbel

  9. Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte

    Francesco Petrarca

  10. Ich glaube, dass sich Gott, als er den Menschen erschaffen hat, gewaltig überschätzt hat.

    Oscar Wilde

  11. Der Mensch ist ein Raubtier mit manchmal humanen Ansätzen

    Friedrich Dürrenmatt

  12. Die Kultur der Menschheit besitzt nichts Ehrwürdigeres als das Buch, nichts Wunderbareres und nichts, das wichtiger wäre.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  13. Revolutionen sind die Krankheiten, die das Wachstum der Menschheit bezeichnen.

    Christian Friedrich Hebbel

  14. Es gibt nichts Schwereres auf der Welt als offener Freimut und nichts Leichteres als Schmeichelei.

    Fjodor M. Dostojewski

  15. Je nun, es ist im Menschenvolk einmal so Brauch, Vor irgend wem im Staub zu liegen auf dem Bauch.

  16. Das Genie ist die Macht, Gott der menschlichen Seele zu offenbaren.

    Franz Liszt

  17. Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.

    Franz Grillparzer

  18. Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten - durch künstlich erzeugte Illusion

    William Butler Yeats

  19. Wer sein eigenes Interesse verfolgt, befördert das der Gesamtgesellschaft häufig wirkungsvoller, als wenn er wirklich beabsichtigt, es zu fördern. Ich habe nie erlebt, dass viel Gutes von denen erreic …

    Adam Smith

  20. Ein jeder von uns müsste Respekt für die leidende Menschheit empfinden.

    Giuseppe Verdi

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