Sprüche über Menschheit

403 Sprüche — Seite 15

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben

    Christian Morgenstern

  2. Es gibt keine guten und bösen Menschen, sondern nur Weise und Toren.

  3. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  4. Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  5. Im Kampf gegen die Armut entstehen alle großen menschlichen Leistungen.

    John Knittel

  6. Die Statistik ist die wichtigste Hilfswissenschaft in der neuen Gesellschaft, sie liefert das Maß für alle gesellschaftliche Tätigkeit.

    August Bebel

  7. Der Mensch ist nun einmal nicht dazu geboren auf Erden ein vollkommenes Glück zu genießen.

    Erasmus von Rotterdam

  8. Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt, ist Herr von einem unermesslichen Schatze.

    Friedrich Ludwig Jahn

  9. Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der Kunst, jeden seiner Individualität nach zu verstehen

    Friedrich Ludwig Jahn

  10. Ein wesentlicher Teil des Ruhmes jeder menschlichen Gesellschaft sind die großen Denkmäler

    Francois René de Chateaubriand

  11. Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgend etwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten un …

    Sir Arthur Conan Doyle

  12. Der menschlichen Kunst der Täuschung sind Grenzen gezogen.

    Sir Arthur Conan Doyle

  13. Zeiten eines großen politischen Aufschwungs gehören dazu, um die geistigen Anlagen eines Volkes zu hoher Blüte zu treiben.

    Richard Wagner

  14. Es muss menschlichem Empfinden aufgehen, dass das, was im Menschen atmet, dasselbe ist, wie das, was im Tiere lebt.

    Richard Wagner

  15. Der Mensch ist seiner Natur nach eine tapfere Bestie.

    Johann Georg Adam Forster

  16. Die Tyrannei der Vernunft, vielleicht die eifrigste von allen, steht der Welt noch bevor. Feuer und Wasser sind nichts gegen das Übel, welches die Vernunft ohne Gefühl stiften wird.

    Johann Georg Adam Forster

  17. Regieren ist keine Sache für Leute von Charakter und Erziehung.

    Aristophanes

  18. Fortschritt ist, wenn Menschen gezüchtet werden, die die Schadstoffe ihres Fortschritts überleben.

    Else Pannek

  19. Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.

    Else Pannek

  20. Der Umgang mit Lebewesen hinterlässt Spuren im Seelenleben.

    Else Pannek

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